On Indispensable Principles for Critical Thinking“

Vor­trag von Didier Eri­bon mit einer Respon­se von Chris­toph Menke

Eröff­nungs­vor­trag der Ring­vor­le­sung Grund­ris­se kri­ti­scher Wis­sen­schaft. Model­le und Interventionen

18. Okto­ber 2016, 18 Uhr (c.t), Cas 1.801

Aus­ge­hend von zen­tra­len Fra­ge­stel­lun­gen sei­nes 2009 erschie­ne­nen Werks «Retour à Reims» (dt. /Rück­kehr nach Reims/, 2016) wird Didier Eri­bon (Paris) im Rah­men des Eröff­nungs­vor­trags die dort ent­wi­ckel­te Ana­ly­se sozia­ler Herr­schafts­me­cha­nis­men ver­tie­fen und sys­te­ma­ti­sie­ren. In die­sem Zusam­men­hang wird er der Fra­ge nach der his­to­ri­schen wie sozia­len Kon­sti­tu­ti­on des Sub­jekts nach­ge­hen und zugleich die For­men poli­ti­schen Wider­stan­des gegen­über den ver­schie­de­nen Gestal­ten von Unter­drü­ckung unter­su­chen. Auf die­ser Grund­la­ge eröff­net Eri­bon die Dis­kus­si­on über die not­wen­di­gen Grund­sät­ze eines jeden Den­kens, das dem Anspruch gerecht wer­den möch­te, kri­tisch zu sein; Chris­toph Men­ke (Frank­furt) wird hier­auf antworten.

(Vor­trag und Dis­kus­si­on wer­den in eng­li­scher Spra­che stattfinden.)

Das Nachkriegstrauma abgetanzt – Techno und die deutsche ‚Vergangenheitsbewältigung‘“

Vor­trag mit Mat­thi­as Pasdzierny

Don­ners­tag, den 11. Febru­ar um 18:00 Uhr im Insti­tut für Sozi­al­for­schung (IfS)

Ver­an­stal­tet von der Insti­tuts­grup­pe Musik­wis­sen­schaft und vom Forum kri­ti­sche Wissenschaften

Tech­no wird his­to­risch! Dies lässt sich am deut­lichs­ten anhand der Viel­zahl an Büchern und Doku­men­ta­tio­nen able­sen, die 25 Jah­re nach der Wen­de beson­ders den Zusam­men­hang von deut­scher Geschich­te (etwa der Wie­der­ver­ei­ni­gung) und Tech­no-Bewe­gung in den Vor­der­grund rücken. Doch wel­che his­to­ri­sche Iden­ti­tät von Tech­no mani­fes­tiert sich in den Erin­ne­run­gen der Zeit­zeu­gen? Was zei­gen im Ver­gleich dazu die his­to­ri­schen Quel­len? Und wie ist in die­sem Kon­text mit der klang­li­chen Sei­te von Tech­no, den Tracks und his­to­ri­schen DJ-Sets umzu­ge­hen? Am Bei­spiel der im Tech­no-Memo­ry-Boom behaup­te­ten Ver­bin­dung zwi­schen deut­scher „Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung“ und Tech­no sol­len im Rah­men des Vor­trags eini­ge grund­le­gen­de metho­di­sche Fra­gen und Pro­ble­me einer kri­tisch wis­sen­schaft­lich fun­dier­ten Geschichts­schrei­bung die­ser Musik­kul­tur erör­tert werden.

Dr. Mat­thi­as Pasdzi­er­ny ist wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter an der Uni­ver­si­tät der Küns­te Ber­lin. Er orga­ni­sier­te gemein­sam mit Kim Feser im Dezem­ber 2014 die Tagung Tech­no Stu­dies. Ästhe­tik und Geschichts­schrei­bung elek­tro­ni­scher Tanz­mu­sik. Er pro­mo­vier­te 2013 eben­dort zum The­ma „Wie­der­auf­nah­me? Rück­kehr aus dem Exil und das west­deut­sche Musik­le­ben nach 1945“. Sei­ne For­schungs­schwer­punk­te sind: Remi­gra­ti­on und deut­sche Nach­kriegs­mu­sik­ge­schich­te; Auf­füh­rungs- und Kom­po­si­ti­ons­leh­re der Zwei­ten Wie­ner Schu­le; Musik und Video Game Cul­tu­re; Tech­no; Pop und deut­sche Vergangenheitspolitik.